Der Verband

Geschichte des VCP

Der VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder) ist einer der vom Pfadfinderweltverband anerkannten Pfadfinderverbände in Deutschland. Gemeinsam mit der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg, der Pfadfinderinnenschaft St. Georg und dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, bildet er den Ring Deutscher Pfadfinderverbände.

Als Mitglied der Weltpfadfinderorganisation steht der VCP in der Tradition und der Verpflichtung der Ideen Baden-Powells, des Gründers der Pfadfinder.

Der VCP sieht sich selbst als die evangelische Säule der deutschen Pfadfinderbewegung, steht aber auch anderen Konfessionen oder nicht gebundenen Jugendlichen offen. Obwohl der VCP selbst erst 1973 als ein Zusammenschluss der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD), des Evangelischen Mädchenpfadfinderbundes (EMP) und des Bundes Christlicher Pfadfinderinnen (BCP) entstand, kann er auf eine der ältesten Pfadfindertraditionen Deutschlands zurückblicken. Bereits vor der Veröffentlichung der deutschen Übersetzung von „Scouting for Boys“ 1911 hatte sich im CVJM (Christlicher Verein Junger Männer) eine Pfadfinderabteilung gebildet, die als evangelische Jugendorganisation nach den Grundsätzen Lord Robert Baden-Powells arbeitete. 1921 erklärten diese Pfadfinder mit der Gründung der CPD ihre Loslösung aus dem CVJM und arbeiteten fortan eigenständig. Graue Kluft und blaues Halstuch, Stufenarbeit und unser gelegentlich etwas altertümlich anmutendes Vokabular (Sippe, Stamm, Gau) erinnern uns bis heute an diese lange Tradition, an Bünde, die 1933 zur „Geheimorganisation“ erklärt und von der Gestapo verfolgt wurden.

Unsere Kluft ist übrigens nicht als Uniform gedacht. Die ursprüngliche Idee B.P.'s war, die damals scharfen Klassenunterschiede zumindest nicht an der Kleidung erkennen zu lassen. Er schlug bewusst gedeckte Farben – darunter unser Grau – als Hemdfarbe vor, weil dies die Farbe der Armenbekleidung war. Die CPD wählte dazu ein Halstuch, dessen Farben für die Treue (blau in der Pfadfinderstufe) und die Liebe (rot bei den Wölflingen) steht. Im Laufe der Zeit erwies sich das Hemd als praktische Bekleidung für Aktivitäten im Freien, und falls sich ein Pfadfinder immer noch an der Kluft stört – nun, sie ist eben keine Uniform und muss nicht getragen werden, wenn man wirklich nicht will.